Vom Bauernhof zum Stadtteil

Urkundlich wurde die Gemeinde Einfeld erstmalig Anno 1144 als "Ennienvelde" erwähnt. Dies geht aus einer Schenkungsurkunde des Grafen Adolf III. hervor. Das Gebiet zwischen Kiel und Neumünster gehörte um 1140 weder zum slawischen noch zum sächsischen Siedlungsboden. Es wurde vom Wald befreit und auf den gerodeten Flächen entstanden neue Dörfer. Nicht alle Dörfer des späteren Klosters und Amtes Bordesholm sind in den Jahrzehnten nach 1143 gegründet worden. Einige bestanden schon vorher. Dazu gehörte das untergegangene Stover zwischen Einfeld und Neumünster, das schon in einer Urkunde aus dem Jahre 1141 genannt wird.

Der damalige Name des Dorfes entwickelte sich im Laufe der Geschichte über Enenvelde und Eynenvelde zum heutigen Namen. 1994 konnten die Einfelder die 850-Jahr-Feier abhalten. Als Stadtteil von Neumünster wurde von April bis Dezember gefeiert. Aber dies war nicht die einzige Feier, die die Bürger von Einfeld durchgeführt haben.

Bereits im Jahre 1969 wurde in Einfeld groß jubiliert und zu den 825-Jahr-Feierlichkeiten der Gemeinde eine Sonderausgabe der Einfelder Notizen herausgegeben. Die von Einfeldern geschriebenen Artikel spiegeln das Leben der Gemeinde bis kurz vor der Eingemeindung wieder. Im Folgenden werden auch hieraus einige Passagen bzw. Artikel des "Mitteilungsblattes Nr. 17 für die Gemeinde Einfeld" zu lesen sein. 

Beim Blick in die unterschiedliche Archive im Land Schleswig-Holstein fällt auf, daß schon Viel über Einfeld zusammengetragen wurde, wie zum Beispiel in der Festschrift zur Einweihung der Mehrzweckhalle am 24. August 1956 mit dem Titel "Einfeld. Vom Bauernhof zur Großgemeinde". Natürlich findet man auch Einiges über die Geschichte von Einfeld in den Veröffentlichungen des Geschichtsvereins für das ehemalige Amt Bordesholm e.V. 

Die Geschichte Einfelds wurde durch den Heimatforscher Hermannus Müller aufgearbeitet. Er war Konrektor an der Realschule und auch ehem. Leiter der Bücherei. Über 13 Jahre hat er Dorf- und Schulfeste organisiert.  Viele Details verdanken wir seiner Arbeit, wovon Einiges auf den folgenden Seiten zu lesen ist. Aber auch durch den ehemaligen Stadtteilvorsteher und langjährigen Schiedsmann Günter Riecken wurde Vieles zusammengetragen und bewahrt, sodaß eine interessante Historie zusammengestellt werden konnte. Zu nennen wären auch die vielen Schleswig-Holsteiner, wie Rainer Butenschön, die mit alten Ansichtskarten und Fotos diese Internetseite unterstützt haben.

Auf den folgenden Seiten soll die Vorgeschichte und der Handel und Wandel von Einfeld etwas genauer betrachtet werden. Viel Interessantes aus der neueren Zeit ist in der Rubrik "Einfelder Archiv" abgelegt.
Die Baufirma Heeschen und Schultz hat am Wandel in Einfeld maßgeblich mitgewirkt. 


Die Finnenhaus-Siedlung "Neue Heimat" brachte viele neue Einwohner nach Einfeld.

Wussten Sie  ...

 ...dass man sich 1820 mit dem Plan befaßte  einen Kanal zu bauen, der die Kieler Förde mit der Stör verbinden sollte? Der hohe Sandrücken zwischen dem Einfelder See und dem Dorf Tungendorf bildete aber ein zu großes Hindernis.
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...dass es bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in Einfeld Köhlereibetriebe gab, die ihre Erzeugnisse über Itzehoe nach Holland absetzten?
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...dass um 1700 in Erwägung gezogen wurde "die Truckenmachung der biß dahin fast unnützbar belegenen und so genandten Bordesholm- und Einfelder Seen?"