AWO Spielgruppe "Waschbären"

Aufgrund von damals fehlenden Plätzen in den Neumünsteraner Kindertagesstätten (Kita) bildeten sich ab 1980 in den Jugendfreizeitheimen Spielgruppen. Diese entstanden aus Elterninitiativen und waren Angebote der Jugendfreizeitheime im Rahmen ihres Programms in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Da die Häuser im Vormittagsbereich nicht genutzt wurden, war es relativ einfach, diese Gruppen einzurichten. So entstand im Jugendfreizeitheim Einfeld eine Spielgruppe mit 10 bis 12 Plätzen. Während die Spielgruppen in den anderen Stadtteilen relativ schnell auf Antrag Kindergarten-ähnliche Einrichtungen wurden, galt der Status der Spielgruppe "Waschbären" in Einfeld noch bis Mitte 2011 als Angebot des städtischen Jugendfreizeitheimes im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ende 2011 fand man mit der Arbeiterwohlfahrt einen neuen Partner bzw. Träger und auch neue Räumlichkeiten im Fuhrkamp 21a.

Spielgruppenarbeit wird als Vorstufe und nicht als Konkurrenz zu der Arbeit in den Kita gesehen. Aufgrund der geringen Gruppenstärke (bis max. 16 Kinder) und der kürzeren Verweildauer ist ein wesentlich behutsameres Arbeiten möglich. Die Einrichtungen sind kleiner und überschaubarer für die Kinder, so wird der Ablöseprozess von den Eltern erleichtert. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind:
         gemeinsames Spiel mit Gleichaltrigen
        erste Kontakte und Freundschaften aufbauen
        Vermittlung von elementaren Fähigkeiten
        das Erlernen einfacher Finger- und Kreisspiele
        erste soziale Verhaltensweisen erlernen
        erste Erfahrungen im Bereich Gesundheit
        Erziehung zur Selbständigkeit
        Umweltbewusste Erziehung
        elementare Verkehrserziehung.

Bereits mit zwei Jahren können die "Waschbären" von morgens um acht (oder evtl. auch früher) bis mittags zwölf Uhr in ihren Bau einziehen.  Zu Beginn, wie schon erwähnt, im Jugendfreizeitheim in der Dorfstraße. Leider konnte im Jahre 2011 eine weitere Nutzung der Räumlichkeiten nicht gewährleistet werden und so zog man im Sommer 2011 in den Fuhrkamp 21a, in das sogenannte "AWO-Heim" am alten Sportplatz. Ganz nach Wunsch der Eltern werden die Kinder von einem bis zu vier Tagen in der Woche von zwei Betreuerinnen angeleitet und beaufsichtigt. Neben der Förderung der elementaren Fähigkeiten und der Phantasie, wird in Einfeld ein Schwerpunkt auf gemeinsame Ausflüge gelegt. Der Einfelder See und das Kinderferiendorf im Stadtwald sind genauso Ziele wie der Kieler Sophienhof in der Adventszeit. Nach einer gemeinsamen Bahnreise von Einfeld nach Kiel wird dort die weihnachtliche Dekoration ohne Einkaufsstress bewundert und besprochen. Über die Möglichkeiten einer besonderen Betreuung am Nachmittag wird augenblicklich diskutiert.

Die Gruppe ist sehr gut frequentiert. Rechtzeitiges Anmelden der Kinder ist wichtig. Die Eltern sind mit der Einrichtung und der Spielgruppenarbeit zufrieden. Dieses verdeutlicht die von den Erwachsenen geschenkte Patenschaft für einen Waschbären im Neumünsteraner Tierpark. Die Kosten für die Spielgruppe werden von der AWO Neumünster, der Stadt Neumünster und den Eltern gemeinsam getragen.


Quelle: (1.) Stadt Neumünster - Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neumünster (2.) Arbeiterwohlfahrt - Kreisverband Neumünster e.V.


Das Logo der Einfelder "Waschbären"


Rote Kappen kennzeichnen die Gruppe bei Ausflügen.


Die Kinder haben sehr Spaß mit wenig Spielzeug.


Gemeinsames Frühstück beim Ausflug ins Kinder-Feriendorf.


Die neue Hausnummer der Einfelder Waschbären.