"Sie haben Post" - Briefe an den Stadtteilbeirat

Schreiben Sie an den Stadtteilbeirat, wenn Sie etwas "Negatives" oder auch "Positves" in Einfeld gefunden haben. Der Stadtteilbeirat möchte in Kooperation mit dem "Seitenbetreiber" von nms-einfeld.de, die jetzigen digitalen Möglichkeiten noch mehr nutzen, um die Kommunikation in Einfeld zu verbessern. Diese Seite bietet den Einfeldern, die Gelegenheiten, um über interessante und manchmal brisante Themen zu berichten bzw. nachzufragen. Kontakt mit dem Stadtteilbeirat können Sie per E-Mail über stb (AT) nms-einfeld.de aufnehmen.
Hannes Olsen am 06.07.2015:           Dorfbucht und Westufer Einfelder See
Sehr geehrte Damen und Herren, der West-Uferbereich Einfelder See ab der Dorfbucht verbuscht und verunkrautet immer mehr. Für viel Geld wurden vor Jahren dort Rasenflächen angesät. Da der Uferbereich auch ausserhalb von Schutzzeiten  nicht gemäht wird, werden die Rasensorten durch Unkräuter und Wildwuchs immer weiter zurück gedrängt. Auch dem wichtigen Schilf im Uferbereich werden durch die hohen Unkräuter und hohen  Verbuschungen komplett der Lebensraum genommen. Dadurch verändert sich auch negativ der Lebensraum für viele Insekten, Libellen, Wasservögel, Singvögel und kleine Wirbeltiere. Der Sauerstoffgehalt im See nimmt ab und damit die Wasserqualität, Algenwachstum nimmt zu. Wasservögel können den Uferbereich schon jetzt nicht mehr nutzen. Die Art der Pflege des Uferbereichs des Einfelder Sees steht auch komplett im Widerspruch selbst mit den Nabu-Empfehlungen für Biotope. Hier mal ein Link über Pflegeempfehlungen aus einem anderen Bundesland für hochwertige Biotope: https://www.thueringen.de/imperia/md/content/tlug/abt3/natura2000/pflege_c1_lebensraum.pdf
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Ohlsen

15.07.2015 - Hallo, Herr Ohlsen! Ich beziehe mich auf Ihre Anfrage zum Einfelder See. Von der Unteren Naturschutzbehörde habe ich dazu heute folgende Antwort erhalten: "Das Seeufer parallel zur Uferstraße wurde vor 10-15 Jahren von der UNB als „Promenade“ eingestuft und vom TBZ  als solche unterhalten. Damals gab es dort vereinzelte kleine Weiden und die Mähflächen gingen teilweise bis an das Wasser heran. Ein Schilfsaum war nur  auf wenigen m² vorhanden. Heute stellt sich die Situation so dar, dass dieser Uferabschnitt offensichtlich extensiv unterhalten wird, d.h. ein etwa  1 m breiter Streifen am Fußweg gemäht wird. Am Ufer haben sich hauptsächlich im Mittelabschnitt überwiegend Weidengehölze naturnah entwickelt. Diesem natürlichen Ufergehölzstreifen hat sich ein schmaler Schilfsaum vorgelagert, der in den Flachwasserbereichen von einer natürlichen Schwimmblattzone komplettiert wird.  Dies stellt aus unserer fachlichen Sicht keine nachteilige sondern eher eine vorteilhafte  Veränderung des Lebensraums dar. Die Pflegeempfehlungen im zitierten NABU-Link zu den dort aufgeführten Gewässerbiotopen bestätigen unsere Beurteilung des Uferstreifens. Die Förderung der natürlichen Verlandungsreihe, mind. 5 m breite Puffer- (Saum-) streifen, Beschränkung der Nutzung etc. steht in den Empfehlungen ausdrücklich drin. Ergänzend möchten wir darauf  hinweisen, dass es sich bei den vom NABU-Thüringen angesprochenen Biotoptypen in allen Fällen um hochwertige besondere Lebensraumtypen nach der FFH-Richtlinie der EU handelt. Sie sind Grundlage für Kartieranleitungen der Länder für die Biotopkartierungen u. A. zur Erfassung von natura2000 und FFH-Lebensräumen."
Viele Grüße  Ihr Sven Radestock -Stadtteilvorsteher in Einfeld-

17.07.2015 - Sehr geehrter Herr Radestock, vielen Dank für Ihre fleissigen Bemühungen und Ihre schnellen Antworten. Wenn ich mir ältere Fotos anschaue kann ich die Meinung der Unteren Naturschutzbehörde bezüglich des Schilfsaumes nicht teilen. Der Schilfsaum war fast durchgängig in dem besagten Bereich und ist durch Pflegestillstand aus meiner Sicht größtenteils zurück gedrängt worden von anderen Pflanzenarten. Weidengehözer umfassen rund 450 Arten. So stimmt es schon, dass sich die Natur hier naturnah entwickelt hat. Aber auch aus ökologischer Sicht gilt hier teilweise die alte Bauernweisheit "von alleine wächst nichts". Normalerweise hätte der Uferbereich bald die 2. Mahd in diesem Jahr bekommen müssen. Natürlich pflanzen sich Weiden dort fort. Aber auch sehr viel Ahorngewächse und neuerdings das hochgiftige Jakobs-Greiskraut das sich dort in den nächsten 2 Jahren sehr stark weiter verbreiten wird. Das sich hier die Tierwelt durch die extensive Unterhaltung positiv entwickelt hat wage ich zu bezweifeln. Die Fledermäuse halten sich überwiegend im Bereich der Dorfbucht am Kinderspielplatz auf. Das liegt auch daran, dass dort die Wiese relativ häufig gemäht wird und sich viele Insektenarten angesiedelt haben. In dem weiteren Bereich Uferstrasse bis zum Beginn des Naturschutzgebietes ist die Fledermauspopulation aus meiner Sicht eher stark zurück gegangen. Die typische Artenvielfalt für Seenlandschaften wie Steinkauz, Hohltaube, Wiedehopf, Bilche, viele Kleinwirbler und Insektenarten sucht man dort vergebens. Ganz anders z.B. der Bordesholmer See wo man pflegerisch aus meiner Sicht der Stadt Neumünster um Jahre voraus ist. Suchen Sie doch mal Libellen am Uferbereich des Einfelder Sees. Selbst das Blesshuhn werden Sie kaum finden. Schon jetzt weichen die Graugänse mit ihrer Brut zu den Badebuchten aus, das sie keine andere Wahl haben. Wie sich der Einfelder See in dem Bereich weiter entwickeln wird kann man als Beispiel am Vorderen Russe sehen (Zugang Damaschkeweg/Speckenbeker Weg). Das wollte ich Ihnen nur mal zur Info mitteilen. Ich werde mal versuchen das ausgewiesene Fachleute wie z.B. Herrn Prof. Irmler vom Institut für Ökosystemforschung mal Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen Hannes Ohlsen
Bernd Graichen am 29.09.2016
Sehr geehrte Damen und Herren, wie ich heute aus den Kieler Nachrichten erfahren habe, sollen demnächst auch die Stadtteilbeiräte mit einbezogen werden, wenn über die Neuordnung des Verzeichnisses der Straßenkategorien entschieden wird. Am 13.09.16 wurde im Courier das geplante Verzeichnis veröffentlicht. Daraufhin habe ich nachstehende Mail an Frau Spieler gesendet die ich nunmehr auch dem Stadtteilbeirat zur Kenntnis geben möchte.
Mit freundlichen Grüßen Bernd Graichen
Anlage:
Sehr geehrte Frau Spieler, aus dem Courier vom 13.09.16 habe ich das geplante Verzeichnis der Straßenkategorien für Neumünster zur Kenntnis genommen. Ich bin Anlieger der Einfelder Straße 20 und möchte hier zu eine Stellungnahme abgeben. Meiner Meinung nach gehört der Teil der Einfelder Straße vom Einfelder Bahnhof bis zur Einmündung in die Dorfstraße zu den Hauptverkehrsstraßen.
Begründung: Dieser Teil der Einfelder Straße wir als Verbindungsstraße von der Einfelder Schanze zur Dorfstraße und weiterführend zum Roschdohler Weg und nach Loop genutzt. Diese drei Straßen sind als Hauptverkehrsstraßen eingestuft. Der Hauptverkehrsfluss aus Kiel und Bordesholm der in Richtung Roschdohler Weg fährt, benutzt weitgehend die Einfelder Straße. Der Lkw Verkehr sowieso, da der Seekamp für Lkw–Verkehr gesperrt ist und die Fahrt über die Einfelder Schanze/Kieler Straße zur Dorfstraße vermieden wird, da zweimal die Bahnübergänge genutzt werden müssten. Zum Lkw-Verkehr gehört auch der landwirtschaftliche Anlieferungsverkehr zur Bio-Gasanlage in Loop der ebenfalls die Einfelder Straße benutzt. Weiterhin ist auch der Zubringerverkehr zum Schulzentrum Einfeld und der Busverkehr der Linie 1 zu erwähnen. Ich möchte Sie bitten die von mir aufgeführten Anmerkungen bei Ihrer Entscheidung mit zu berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen  Bernd Graichen

Hallo, Herr Graichen, vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Stellungnahme. Ich werde sie mitnehmen zu unserer nächsten Sitzung, auf der wir uns mit dem Thema beschäftigten werden. Diese Sitzung findet am Mittwoch, dem 12. Oktober, um 19:30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums statt. Da die Sitzung öffentlich ist und ich sehr gern auch die Besucher zu Wort kommen lasse, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie dabei sein können.
Viele Grüße Sven Radestock
 

Wo ist der Fußweg? Der Radweg ist auch bald im "Busch" verschwunden.

Ist jetzt alles richtig und in Ordnung beim Bahnübergang in der Dorfstraße?
Ist ein versenkbarer Pfahl ausreichend als Schutz für spielende Kinder?
 
 

Wie wird die Bebauung im Seekamp 18/18a in der nahen Zukunft sein?

Müssen so hohe Absätze beim Bordstein sein, wenn der Radweg auf die Fahrbahn trifft?