Besondere Gebäude - Fuhrkamp 21a

Hier soll auf die Geschichte eines Gebäudes in Einfeld eingegangen und von unterschiedlichen Nutzungen berichtet werden. Alles begann Mitte der 50er Jahre, als die neue Grund- und Hauptschule mit samt der Mehrzweckhalle geplant und gebaut wurde.

Unter der Vereinsführung von Karl Feldmann erlebte der TSE einen Höhepunkt seiner Geschichte, als im Juli 1961 ein neues Sportheim am jetzigen Fuhrkamp, in mitten der Finnenhaussiedlung, übergeben werden konnte. Knapp 20 Jahre später suchte der Verein ein größeres Gelände mit neuem Gebäude.

Nachdem der Sportverein TS Einfeld das neue Gelände und Gebäude am Roschdohler Weg übernommen hatte, begann man Anfang 1979 Vorschläge für eine zukünftige Nutzung von Gebäude und Gelände am Fuhrkamp zu entwickeln. Das Sozialamt als auch das Gesundheitsamt der Stadt Neumünster hatten ihr großes Interesse angemeldet.

Erste Planungsabsichten wurden am 10.01.1984 dem Stadtteilbeirat vorgelegt. Im März 1989 wurden dann noch einmal die Beweggründe für die Vergabe an die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die endgültige Nutzung im Beirat erläutert.

Das ehemalige Sportlerheim wurde durch die AWO instandgesetzt und renoviert. Am 30.08.1989 wurde die Altentagungs- und Begegnungsstätte Fuhrkamp der Arbeiterwohlfahrt eröffnet. Zusätzlich waren sechs behindertengerechte Parkplätze vor dem Gebäude eingerichtet worden. Aber bereits Im Jahr 1996 dachte man über eine Schließung auf Grund fehlender finanzieller Mittel nach. Für die Halbtagskraft in der "Altentages- und Begegnungsstätte" fehlten die Gelder. Man suchte nach anderen Möglichkeiten. 

Neben den Räumlichkeiten für die Seniorenclub im Obergeschoß wurde auch eine Tagesgruppe für Kinder und Jugendliche im Untergeschoß untergebracht. Ende 2010 wurde diese aufgelöst und die Räume standen leer. Die Spielgruppe "Waschbären" fanden ab Juli 2011 im westlichen Teil ein neues Zuhause. Im Jahr 2013 wurden die östlichen Räumlichkeiten renoviert und der Kinderkrippe "Småland" übergeben.

Durch die Auslastung des Gebäudes steht das Obergeschoß mit den vorhandenen Einrichtungsgeständen weiterhin dem Seniorenclub zur Verfügung.  Um aber ins Obergeschoß zu gelangen, muss man eine steile Treppe nutzen. Es ist nicht als senioren- und behindertengerecht zu bezeichnen. Barrierefreies Betreten wäre von Nöten. Die sanitären Anlagen im Obergeschoß entsprechen auch nicht dieser Forderung. Einige Male war die Treppe ein unüberwindliches Hindernis zu Veranstaltungen.

Der AWO-Stadtverband (ehem. Kreisverband) Neumünster e.V. hat sich dem Problem sehr engagiert angenommen. Ideen sowie Planskizzen wurden hervorgeholt und im Jahr 2015 erstmalig der Verwaltungsspitze der Stadt unterbreitet. Man hofft seitens der AWO, dass weitere, detaillierte Gespräche folgen und evtl. ein Pavillon neben dem Gebäude Fuhrkamp 21a realisiert wird.

Dieses neue, barrierefreie Haus soll nicht nur den Senioren zur Verfügung stehen, sondern auch ein besonderer Mittelpunkt im Stadtteil Einfeld werden. Neben dem Familienzentrum Einfeld im Bollbrück soll es ergänzende Aufgaben übernehmen.

Der Weg zur Realisierung des Projektes ist erst am Anfang. Bau-Finanzierung, Unterhalt, Unterstellung städtisch oder vereinsmäßig, Umfeld und Infrastruktur, sind nur einige der Fragen, die geklärt werden müssen. "Es gibt noch viel zu tun ... Packen wir es an".

Am 24.06.2017 holte die AWO Neumünster einige "Mitstreiter" - wie dem Ortsverband der Caritas, dem Diakonisches Werk Altholstein und dem TS Einfeld - zum Fuhrkamp und feierte erstmalig ein besonderes Multi-Kulti-Sommerfest, natürlich barrierefrei. Mit regionalen und überregionalen Angeboten für alle Sinne war für Jung und Alt alles dabei.

Mit diesem Fest soll das Augenmerk auf einen zentralen Punkt in Einfeld gerichtet werden, der besondere, soziale Aufgaben übernehmen könnte. Die Planungen und Gespräche für das Fest im kommenden Jahr sind bereits angelaufen.

Quellen: (1.) Chronik des TS Einfeld unter www.ts-einfeld.de (2.) Informationen von neun Sitzungsprotokollen Stadtteilbeirat Einfeld aus den Jahren 1979 bis 1996 (3.) Zeitungsartikel Holsteinischer Courier (HC) vom 02.12.1971 // 23.12.1994 // 14.05.2005 // 02.12.2011 // 20.08.2012 // 23.12.2014 // 05.03.2015 //

Die  Adresse im Stadtteil Einfeld für eine Art Mehrgenerationenhaus.

 
Gemäß den geltenden Vorschriften ist das Obergeschoß mit einer Feuertreppe versehen worden.

Das alte Sportplatzgelände am AWO-Heim. Im hinteren Teil gibt es einen Bolzplatz mit besonderen Nutzungszeiten.


Eingangsbereich der ehemaligen AWO Tagesgruppe im Untergeschoß.


Sommerfest der Kulturen mit bunten Luftballons, um auf einen zentralen Punkt hinweisen zu können.


Nils vom Einfelder Filmteam im Gespräch mit Jutta Schümann, die sich engagiert dem Gebäudeproblem widmet.